Der paraguayische Bildungssektor weist erhebliche Mängel auf. Dies lässt sich vor allem auf fehlende finanzielle Mittel zurück führen.
Das Bild, welches der paraguayische Erziehungssektor böte sei entmutigend, so auch der neue Erziehungsminister Luis Alberto Riart.
Allein die Vorschulerziehung sei viel zu wenig verbreitet. Würde man diese ausbauen könnten viele Kinder von ihrem harten Schicksal auf der Straße bewahrt werden. Aufgrund der fehlenden Einrichtung brächten diese ihre Tage bettelnd zu und griffen schnell zu Drogen. Ca. 80% aller bestehenden Schulgebäude befänden sich zudem in schlechtem Zustand. Allein für deren Renovierung benötige man bis zu 50 Millionen US-Dollar. Riart fordert nun eine Haushaltserweiterung für das Erziehungsministerium. Laut seiner Aussage sei Bildung das Werkzeug für soziale Entwicklung. Riart hat Philosophie, Psychologie und Pädagogik studiert und führte bereits seit August vergangenen Jahres die verwaltungstechnischen Angelegenheiten des Erziehungsministeriums.
Petra schrieb am Montag, Mai 25, 2009, 19:08
Das Bildungsdefizit liegt m.E. nicht an fehlenden Bildungseinrichtungen, sondern an unqualifiziertem Lehrpersonal. Der kürzlich durchgeführte Test von Lehrern, den selbst im zweiten Durchgang nur 25% bestanden, läßt in Abgründe blicken !
Sicherlich ist fehlt es auch an finanziellen Mittel, aber hier muß man sich fragen, wo denn die im staatlichen Budget für Bildung vorgesehenen Mittel versickern?
Korruption und mangelnde Bildung – hier beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.
LG, Petra